Präventivprogramm "Mein Körper gehört mir" zu Gast bei allen Grundschulen im Stadtgebiet Warstein
(Warstein - 08.07.2026) Was ist eigentlich ein Ja- und was ein Nein-Gefühl? Wie fühlt sich ein schlechtes Geheimnis an und darf ich das dann verraten? Wie erkenne ich meine eigenen Grenzen? Und wem kann ich mich anvertrauen, wenn ich ein ungutes Gefühl habe? Mit diesen Fragen haben sich in den letzten Wochen die Viertklässler im ganzen Stadtgebiet beschäftigt. Die Theaterpädagogische Werkstatt war mit ihrem Programm „Mein Körper gehört mir" zu Gast.
Das dreiteilige Programm über „Grenzen, die niemand überschreiten darf" – so heißt es in der Beschreibung – gibt es schon seit über 30 Jahren. Seit einigen Jahren kommt die Theaterpädagogische Werkstatt auch zu den Grundschulen ins Stadtgebiet – ermöglicht durch die finanzielle Unterstützung der Stiftung Maria Hilf Warstein. „Kinder zu stärken und zu schützen ist eine Verantwortung, die wir alle tragen", sagt Dietmar Müller, Vorstandsmitglied der Stiftung, dazu. Die Stiftung wolle dazu beitragen, „dass Kinder ihre eigenen Grenzen kennen, ihrem Bauchgefühl vertrauen und wissen, wo sie Hilfe finden".
Genau das haben die Kinder an den drei Terminen nämlich gelernt: Peter Reniers und Andrea Hölscher spielten ihnen kleine Szenen aus dem Leben vor, in denen es um ihre Grenzen ging. Drei wichtige Fragen gaben sie den Mädchen und Jungen mit an die Hand: Weiß jemand, wo ich bin? Bekomme ich Hilfe, wenn ich Hilfe brauche? Und: Habe ich ein Ja- oder Nein-Gefühl? Wenn das liebe ältere Ehepaar aus meiner Nachbarschaft fragt, ob ich zum Pizzaessen bleiben möchte, dann habe ich zwar ein Ja-Gefühl und brauche wahrscheinlich keine Hilfe, aber dann wissen Mama und Papa nicht Bescheid – und deshalb muss ich sie zum Beispiel anrufen.
Ein ganz klares Nein-Gefühl zeigten Reniers und Hölscher aber in Situationen, in denen es um sexuellen Missbrauch ging – durch den fremden Mann im Park, aber auch durch Bruder oder Mutter. Denn: „Wir wissen, dass es meistens Personen sind, die ihr gut kennt", sagte Peter Reniers beim dritten Termin in der Westerbergschule. Mit Andrea Hölscher zeigte er in den Geschichten, dass es wichtig ist, Hilfe zu holen – und sich nicht entmutigen zu lassen, wenn Erwachsene nicht so helfen, wie sie sollten. Denn über schlechte Geheimnisse dürfe man immer reden – das sei sogar mutig.
Quelle: Soester Anzeiger Lokalteil Warstein vom 08.07.2026
Präventionsprojekt « Mein Körper gehört mir » stärkt Kinder auch an Grundschulen im Stadtgebiet Rüthen
(Rüthen - 05.07.2026) Neben den Schulen im Stadtgebiet Warstein fördert die Stiftung Maria Hilf Warstein das Präventionsprojekt „Mein Körper gehört mir" seit 2026 auch an den Grundschulen im Rüthener Stadtgebiet.
In den vergangenen Wochen war die Theaterpädagogische Werkstatt mit ihrem dreiteiligen Programm an der Luzia-Schule in Oestereiden sowie an der Nikolausschule in Rüthen zu Gast. Dort setzten sich die Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen ebenfalls mit Themen wie persönlichen Grenzen, dem Vertrauen in das eigene Bauchgefühl und dem Umgang mit schlechten Geheimnissen auseinander.
Ziel des Projekts ist es, Kinder darin zu stärken, ihre eigenen Grenzen wahrzunehmen, Nein zu sagen und sich bei einem unguten Gefühl vertrauensvoll an Erwachsene zu wenden.