Peter Krämer aus Vorstand der Stiftung Maria Hilf Warstein verabschiedet
(Warstein – 11.06.2026) Nach 21 Jahren ehrenamtlicher Arbeit wurde Peter Krämer auf eigenen Wunsch aus dem Vorstand der Stiftung Maria Hilf Warstein verabschiedet.
„Ich möchte mehr Zeit mit meiner Familie und den Enkelkindern verbringen", erklärte er seinen VorstandskollegInnen. Die Vorsitzende der Stiftung Alexa Senger zeigte dafür Verständnis, zumal Peter Krämer immer noch als Rechtsanwalt und Notar voll im Berufsleben steht. Sie bedankte sich im Rahmen der Vorstandssitzung am 01.06.26 für sein jahrelanges ehrenamtliches Engagement um die Stiftung Maria Hilf und das Warsteiner Krankenhaus.
Peter Krämer trat 2005 in den Stiftungsvorstand ein. Am 26.10.2009 wurde er von der „Warsteiner Hospitalbruderschaft" zum Vorsitzenden der Stiftung gewählt. 2018 übergab er den Vorsitz an Alexa Senger, blieb aber als 2. Vorsitzender im Vorstand aktiv.
Als Eigentümer des Krankenhauses Maria Hilf Warstein, welches 1878 erbaut wurde, oblag der Stiftung Maria Hilf 133 Jahre die alleinige Geschäftsführung. Aufgrund der wirtschaftspolitischen Veränderungen im Gesundheitssektor geriet das Warsteiner Krankenhaus aber immer wieder in finanzielle Schieflage. Das führte dann 2011 dazu, dass die Stiftung auf die Suche nach weiteren Gesellschaftern gehen musste, um das Krankenhaus zu erhalten. Peter Krämer führte als damaliger Vorsitzender der Stiftung u. a. die Verhandlungen mit den Kaufinteressenten und kümmerte sich um die Ausgestaltung der Verträge. Um den Krankenhausstandort Warstein mittel- bis langfristig zu sichern, verkaufte die Stiftung 2011 dann notgedrungen 51% ihrer Anteile an die Deutsche Klinik Union GmbH (DKU). In den Folgejahren musste sie weitere Anteile an die DKU verkaufen.
Aber auch den neuen Gesellschaftern ging nach und nach das Geld zur weiteren Finanzierung des Krankenhauses aus. 2018 musste die Stiftung ihre verbliebenen Gesellschafteranteile im Rahmen eines Kauf- und Abtretungsvertrages an Altor, einer weltweit agierenden Investorengruppe abtreten. Auch die DKU zog sich nach und nach als Gesellschafter zurück, so dass sich das Krankenhaus heute im alleinigen Besitz von Altor befindet. Peter Krämer führte damals federführend die Verkaufs- und Vertragsverhandlungen, die u.a. auch eine 5jährige Bestandsgarantie für das Krankenhaus enthielten. Der damals ausgehandelte Verkaufserlös dient der Stiftung heute als Stammkapital. Im Rahmen ihrer Neuausrichtung nutzt die Stiftung die daraus erzielten Renditen, um Projekte im Bereich Gesundheit zu initiieren und zu finanzieren.
Dr. Heiner Hölting wurde vom Stiftungsvorstand in der jüngsten Sitzung als Nachfolger von Peter Krämer zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Als neues Mitglied vervollständigt Dietmar Müller den Vorstand neben Jürgen Schelte und Ole Maibaum.